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Die
Themata dieser Seiten sind die Stellung des Deutschen nach was gruppenphantasmatisch
zumeist als "außen" vs. "innen" gefaßt wird (am prominentesten
vielleicht in der Dichotomie von Tamil puṯam vs. akam). Wir sind der
Ansicht, daß die Humboldt'sche Idee von Sprachen als Organismen mit einer eigenen, von
den Sprechern unabhängigen Existenz1,
derselben Spaltung entstammt wie die von Bion beschriebene Identifikation der Gruppe (sei
dies eine Sprachgemeinschaft, ein Volk oder ein Nationalstaat) mit dem Körper der Mutter. Vor diesem Hintergrund können wir auch einerseits
Lacan's Diktum verstehen, daß die Sprache Bewußtes und Unbewußtes konstituiert, indem
es beide trennt und zugleich vereint hält, insofern das Unbewußte nicht aus der Sprache
gedrängt wird so wie es auch — vordergründig — aus dem Bewußten gedrängt wird,
sondern wie eine Sprache strukturiert ist (Lacan 1973: 23, Lacan 1979: 20) und wie ein
Diskurs artikuliert (Lacan 1977: 193) wird. Andererseits Linguistische
Relativitätstheorien (wie die "Sapir-Whorf-Hypothese") als Gruppenphantasien
analysieren2.
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Literatur: Amati-Mehler,
Jacqueline / Simona Argentieri / Jorge Canestri / Maya Garboua (1997): La Babel de
l'inconscient: langue maternelle, langues étrangères et psychanalyse. (Fil rouge)
Paris: PUF
Bödeker, Heike (2001): Μέθεξις im Algischen.
Sprache &
Sprachen 25/26: 3-27
Chemama, Roland & Bernard Vandermersch (²1998): Dictionnaire
de la psychanalyse. (Les Referents) Paris: Larousse
DeMause, Loyd (1982): Foundations of Psychohistory.
New York, NY: Creative Books. Online version:
http://www.psychohistory.com/
Lacan, Jacques (1957): L'instance de la lettre de
l'inconscient ou la raison depuis Freud. La Psychanalyse III, Paris: PUF, 47-81
---- (1966): Subversion du sujet et dialectique du
désir. Écrits. Paris: Seuil
---- (1973): Le Séminaire, XI: Les quatre concepts
fondamentaux de la psychanalyse. Paris: Seuil
---- (1977): Écrits: A Selection. London:
Tavistock
---- (1979): The Four Fundamental Concepts of
Psychoanalysis. Harmondsworth: Penguin
Lazard, Gilbert (1992): L'actance. (Linguistique
nouvelle) Paris: PUF
Morel, Geneviève (2000): Ambiguïtés sexuelles:
Sexuation et psychose. (Collection Psychanalyse) Paris: Ed. Anthropos / Economica
Widmer, Peter
(²1997): Subversion des Begehrens: Eine Einführung in Jacques Lacans Werk.
Wien: Turia & Kant
Anm.:
1
Dies gilt auch für den seitens von Hermeneutikern vorgebrachten Einwand, Texte seien
etwas niedergelegtes, der demselben Muster folgt wie es gäbe etwa ökonomische oder
politische Sachzwänge, also verwirft, daß diese etwas gemachtes sind, und so als
strukturell psychotisch Imagination, Symbolisches und Realität kollabiert.
2 Dies hat
auch weitreichende Implikationen für die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft, da
sie konsequenterweise eine psychohistorische Komponente in Sprachwandelmodelle mit
einbeziehen müßte. |
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